DSW Swim & Run – Saisonauftakt 2020

Mit dem DSW Swim & Run liegt der erste Wettkampf des Jahres hinter mir und was soll ich sagen: er war sehr erfolgreich.
Beim Binger Weihnachtsrock kam ich mit einem befreundeten Triathleten ins Gespräch und dieser erzählte mir von einem Swim & Run, der Ende Januar in Darmstadt stattfindet.

Ein Swim & Run im Januar? Da ist es doch saukalt? Ich wurde neugierig.

Der Wettkampf stellt sich wie folgt dar: 
In der Traglufthalle des DSW findet das Schwimmen über 500m auf der 50-Meter Bahn statt. Im Anschluss hat man etwa eine Stunde, um sich auf den folgenden Lauf vorzubereiten. Man kann sich also in Ruhe abtrocknen und umziehen. Dann geht es vor der Halle auf die 5,5km lange Laufstrecke. Dabei wird der Lauf als Verfolgungsrennen gestartet. Wie ich finde, ein sehr cooles Wettkampfkonzept.

Ich war direkt angefixt. Ein Wettkampf im Januar ist doch genau die richtige Motivation für die kalte und dunkle Jahreszeit.

Wettkampftag

Am Sonntag morgen standen besagter Triathlet und seine Frau bei uns vor der Haustür und sammelten Michelle und mich ein, um zusammen nach Darmstadt zu fahren.

Am Ziel angekommen, nahmen wir unsere Startnummer und den Transponder-Chip entgegen und begaben uns durch die Schleuse in die Halle. Was für ein Temperaturschock. Draußen ziemlich kalt und in der Halle gefühlte 30°. Direkt mal Jacke und Pulli aus.

Die Traglufthalle in Darmstadt wirbt damit die Heimat von Ironman Doppel-Weltmeister Patrick Lange zu sein.  Die Schwimmhalle ist einfach, aber funktional. Ein 50-Meter Becken mit 10 Bahnen und ein kleines Becken zum Einschwimmen. Umkleiden und Duschen sind in Containern untergebracht. Hier würde ich auch gerne regelmäßig trainieren.

Die Halle füllt sich recht schnell. Es steht auch einiges auf dem Programm, denn es gibt Rennen in diversen Altersklassen und so sind auch viele Kinder und Jugendliche, samt Begleitung, anwesend.

Das Schwimmen

Um 9 ist der Start der Frauen. Eine halbe Stunde danach geht es für mich ins Becken.

Ich teile mir die Bahn mit 6 Leuten. Man spricht sich ab, wer in etwa welche Zeit schwimmt, um sich dann entsprechend einzureihen. Ich plane mal mit optimistischen 8 Minuten und werde von den anderen an die Spitze geschickt.

Die Traglufthalle

Dann geht es los und ich gebe alles. Nach den ersten 50 Metern bin ich schon fix und fertig. So geht das auf jeden Fall nicht weiter. 

Da ich keine Rollwende kann, wende ich wie gewohnt – besser gesagt, ich versuche es. Denn am Ende der Bahn ist eine Blechwand, so dass ich mich nicht am Beckenrand festhalten kann. Ich glaube, ich sehe recht unbeholfen aus und ich nehme mir vor, dass ich mal die Rollwende üben werde.

Nach 100 Metern lasse ich es etwas ruhiger angehen, da ich sonst drohe mit Herzinfarkt abzusaufen.
Nach 7:48 steige ich japsend aus dem Becken. Mit der Zeit bin ich sehr zufrieden. Aber es ist schon krass zu sehen, was da teilweise für Zeiten geschwommen werden. Da gibt es Jungs, die fast 2 Minuten schneller sind. Das ist schon brutal.

Nach dem Schwimmen ziehe ich mich um und geht raus, um mir den Lauf von Michelle anzusehen.

Der Lauf

Deswegen komme ich etwas spät zu meinem Start. Es stehen schon fast alle, nach ihrer Schwimmzeit aufgereiht, am Start. Wo muss ich hin? Welche Position? Wie viel Rückstand?

Ich bin überrascht, dass ich Fünfter bin. Ich habe 44 Sekunden Rückstand auf den Ersten. Das macht mich recht zuversichtlich, dass das heute was werden könnte.

Als die Uhr der Anzeigentafel 0:00:44 anzeigt, sprinte ich los. Ich schaue auf die Uhr: Pace unter 3 Minuten pro Km – nach 300m bin ich schon auf Platz 2 und der Erste ist in Sicht. Ich erreiche ihn bevor es auf eine kleine Steigung geht. Ich bin viel zu schnell und bremse mich etwas.
Jetzt habe ich das Führungsrad vor mir und versuche den Pace hoch zu halten, aber im realistischen Bereich. Es sind ja immerhin noch 4 Runden.

DSW Swim & Run - der Lauf

Ich ziehe meine Runden, verfluche jedes Mal die kleine Steigung und freue mich, wenn es wieder bergab geht. Mein Begleitfahrer teilt mir mit, dass hinter mir niemand zu sehen ist. Ich versuche trotzdem weiterhin so schnell wie möglich zu laufen.

So geht es dann, bis ich nach der letzten Runde auf die kurze Zielgerade einbiege.
18:20 – so habe ich mir das im Vorfeld gewünscht. Neue Bestzeit über 5km. Perfekt.

Hinter dem Ziel steht ein Zelt, in dem es Kaffee und selbstgebacken Kuchen gibt. Wir genehmigen uns einige Stücke Kuchen und warten auf die Siegerehrung. 

Ich freue mich über den ersten Platz im Senioren Rennen, einen Pokal und eine Kiste Müsliriegel.

DSW Swim & Run Siegerehrung

Das war ein super Saisoneinstand, eine tolle Veranstaltung und ein schöner Sonntagvormittag in netter Gesellschaft. Da kommen wir doch nächstes Jahr gerne wieder. Den DSW Swim & Run kann ich auf jeden Fall nur wärmstens empfehlen!

Infos zum DSW Swim & Run auf der Veranstalter Webseite